Entstehung des Grübelns

Die Kinder des Krokodils. Sie werden verwandelt in einsame Männer, die verheiratet und aufgedunsen ihre bösen Witze reißen. Nun, sie grübeln, heißt es.

Die Entstehung des Grübelns stellt sich als Ablösung des Selbstbewusstseins von der Alltagspraxis dar. Ähnliches geschieht in den Wissenschaften. Grübeln ist Denken in einem anderen Bereich, wobei der Grübelnde Ideen gewinnt, die, anders als in der Wissenschaft, dem Anspruch der Allgemeingültigkeit nicht standhalten; Grübeln ist Denken „in einem Material, das unmittelbarer, flüssiger, glühender ist als Worte“ (Hugo von Hofmannsthal: Ein Brief). Es ist klar, dass dem Grübelnden die Benennungen fehlen. Doch von der Tendenz zur Anthropomorphisierung ist er nicht frei. Es ist eben eine besondere Art der Gegenständlichkeit, die die Dinge ohne Sprache erhalten, eine subjektiv-sinnliche Gegenständlichkeit: Sie werden anthropomorph.

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